Die     Wirtschaft     floriert     –     und     doch     gibt     es Arbeitslose;      Schulabgänger,      die      mittlerweile schon   seit   Jahren   (!)   keinen   Job   finden.   Wohl   hie und    da    ein    Praktikum,    dann    als    Lagerarbeiter, zwar       schlecht       bezahlt,       aber       dafür       mit Verantwortung. Inzwischen   kenne   ich   schon   deren   zwei:   der   Eine mit    Handelsschulabschluss,    kein    überwältigendes Zeugnis,   aber   doch   mit   einigen   Begabungen,   dazu Englisch,   ein   wenig   Tschechisch   und   Italienisch;   der Andere      mit      Matura,      zusätzlich     Arabisch-      und Russischkenntnisse    (beides    sogar    fließend).    Aber fester     Job?     –     Fehlanzeige.    Arbeitslosengeld?     Ebenso         Fehlanzeige,         weil         zu         geringe Beschäftigungsdauer,   und   ein   Praktikum   wird   ja   nicht angerechnet. Eigenartig:    In    Deutschland    schimpft    man    über „Hartz     IV”,     und     auch     dort     kenne     ich     einige Jugendliche,    die    sich    wirklich    um   Arbeit    bemühen, aber   keine   adäquate   Beschäftigung   finden.   Hartz   IV bringt   sie   einigermaßen   über   die   Runden,   zudem   gibt es     Wohngeld     und     zweimal     jährlich     vom     Staat finanzierte   Einkleidung.   Im   gepriesenen   Sozialstaat Österreich   ist   nichts   davon   möglich.   Da   bekommen zwar   Flüchtlinge   Unterkunft,   Taschengeld   und   sogar ein   Handy,   aber   die   Einheimischen   schauen   durch die   Finger.   Leben   ja   eh   bei   den   Eltern;   der   Eine   bei einem    Vater    mit    Mindestrente,    weil    behindert;    der Andere    hat    es    besser:    Immerhin    ist    der    Papi    als Attaché   derzeit   in   Nordafrika,   kehrt   aber   im   Laufe   des Jahres wieder zurück nach Österreich. Immerhin   ist   das   praktizierte   Gleichbehandlung   keine   Perspektive   für   beide   Burschen,   die   leider   (??) auch   keiner   Burschenschaft   angehören.   Würden   sie das,    so    gäbe    es    immerhin    die    Perspektive    einer Regierungs(mit)verantwortung        im        türkis-blauen Österreich;   denn   da   gilt   und   täglich   wird’s   bewiesen: G’scheit   muss   man   nicht   sein;   schön   auch   nicht;   aber zur   richtigen   Zeit   bei   der   rechten   Partei   muss   man sein. Nach wie vor … tu felix Austria nube!
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